Pressemitteilung
von 25. September 2018

Leipzig bekommt eine Sozialkonferenz – Stadtrat hat grüner Initiative mit großer Mehrheit zugestimmt

Leipzig wächst. Dabei kann es nicht nur um die Größe der Stadt gehen. Ganz entscheidend ist die Vermeidung oder gar Verschärfung von Problemlagen.

Leipzig hat weiterhin eine hohe Arbeitslosenquote, viele Kinder wachsen in Armut auf und ein Großteil der Haushalte lebt alleine. Armut, Einsamkeit und Unterbeschäftigung sind soziale Themen, die auch die wachsende Stadt beschäftigen. Wir Grüne wollen im Sinne einer Strategischen Sozialplanung ausloten, welche Bedarfe nach Angeboten nicht oder nur unzureichend abgedeckt sind, wo Ressourcen liegen und wo Angebote erweitert oder neu aufgelegt werden müssen.

Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erklärt dazu:  „Wir wollen alle Sozialplaner, Leistungserbringer und Interessierten an einen Tisch holen und gemeinsam überlegen, wo Reserven liegen, wo Beratungsangebote für besondere Lebenslagen weiterentwickelt und wo sogar neue Angebote eingerichtet werden müssen. Die Stadt wird dichter, die sozialen Einrichtungen müssen zusammenarbeiten. Vielfach geschieht das ja auch: in Mehrgenerationenprojekten bis hin zu Nachbarschaftszentren, wie es vorvergangenen Samstag auch mit dem Teilhabepreis ausgezeichnet worden ist.

Aber reicht es? Wir hören bei der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände ganz klar: nein.“ Stattdessen bemängelt die Arbeitsgemeinschaft freier Wohlfahrtsverbände seit Jahren, dass mit den ausgereichten Fördermitteln kaum Innovationen oder neue Angebote möglich werden. Wir Grüne konnten uns in der Ratsversammlung vom 19.9.18 mit unseren Antrag auf eine große Sozialkonferenz mit den Fachplaner*innen, Leistungserbringer*innen und Interessierten durchsetzen.

Vorbild war die Wohnungslosenkonferenz, die ebenfalls auf grüne Initiative vom Sozialamt ausgerichtet worden war. Diese Form des gemeinsamen Arbeitens an guten Lösungen war auf allgemeinen Anklang getroffen. Die Konferenz soll vor der Sommerpause 2019 stattfinden.

„Ich halte dieses gemeinsame Nachdenken über soziale Stabilität für ein enorm wichtiges Signal vor der Landtagswahl: Wir halten zusammen.“ so Krefft abschließend.