Pressemitteilung
30. Juni 2017


Zehn Seniorenbüros – wie geht es  2018 weiter?


Auf Initiative des Seniorenbeirates und mit Beschluss des Stadtrates zu einer Verwaltungsvorlage wurden 2013 beginnend, in den zehn Stadtteilen Seniorenbüros eingerichtet. Nach einer Bewerbungsphase wurden sieben verschiedene Träger beauftragt. Es sind bekannte Wohlfahrtsverbände wie Caritas und die Arbeiterwohlfahrt, die schon jahrelange Erfahrung mit der Seniorenarbeit und der Betreibung von Begegnungsstätten vorweisen können. Zugleich sind auch bekannte Vereine zum Zuge gekommen, wie die Volkssolidarität mit mehreren Einrichtungen, der Mühlstraße e. V. und Geyserhaus e. V., die aus der Stadtteilkultur kommend, mit anderem Blickwinkel an die Aufgabe gingen. Die Seniorenbüros sind in der Regel mit einer vollen oder 2-Teilzeit-Personalstellen untersetzt.


Katharina Krefft, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion erklärt:

„In den vergangenen zwei Monaten war ich in den Seniorenbüros aller Träger zu Gast, gemeinsam mit unseren Vertreterinnen im Seniorenbeirat, Irmgard Gruner und Kristina Kasek. Wir erlebten die ganze Vielfalt des Angebotes. Verschiedene Konzepte, verschiedene Ansätze, verschiedene Professionen. Die Einrichtungen sind sehr gut angenommen, bieten Beratung zu den Themen der Altersgruppe, organisieren darüber hinaus vielfältige Angebote, vermitteln und vernetzen im Stadtteil. Sie tragen ganz offensichtlich dazu bei, gerade alleinstehenden Alten länger ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“

Die Seniorenbüros sollten vorläufig 4 Jahre bestehen. Ende des Jahres 2017 muss eine Entscheidung getroffen werden, ob und wie es mit den Seniorenbüros weitergeht. Die Seniorenbüros sollten daher bereits 2015 auf den Prüfstand kommen, dies war als Maßnahme der Qualitätssicherung der Arbeit geplant. Da die Stadtverwaltung diese Evaluation um zwei Jahre verspätet begonnen hat, der Bericht weder den Leistungserbringern noch dem Stadtrat vorliegt, konnte bisher noch keine konzeptionelle Überprüfung und Weiterentwicklung der Einrichtungen erfolgen - sofern die Träger dies nicht intern veranlasst haben. Diese Verzögerung ist daher zu kritisieren.


Irmgard Gruner, grünes Mitglied des Seniorenbeirats und damals Initiatorin der Seniorenbüros meint dazu:
„Der gesamte Seniorenbeirat schätzt die Arbeit der Seniorenbüros sehr. Diese haben sich gut etabliert, sie sind wichtige Anlaufstellen für Senioren geworden zur Beratung, für Vermittlung weiterführender Kontakte und gegen Einsamkeit. Daher sehe ich die verschleppte Entscheidungsfindung mit Unbehagen, das hätte nicht sein müssen!“

Wie geht es also in 2018 weiter? Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine Anfrage einreicht, die im August in der Ratsversammlung beantwortet werden soll.

Katharina Krefft weiter dazu:
„Die Büros und ihre Arbeit sind nach eigenem Erkunden eine wertvolle Einrichtung in der Versorgung der Älteren in Leipzig. Ihr Fortbestehen ist unverzichtbar. Wichtig ist jetzt ein klares Bekenntnis zum Fortbestand der Seniorenbüros; diese Gewissheit ist für die weitere Entwicklung unerlässlich.“