Politiker in die Schulen!

Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende

Politiker in die Schulen – der Antrag wurde im Stadtrat völlig zurecht gestellt. Schulen sind Bildungsorte, mitten in unserem Gemeinwesen. Gesellschaftliche Diskussionen gehören hier hin, mit den PolitikerInnen, die die Entscheidungsträger sind. Mehr Beteiligung in Schulen – ja, klar. Der Oberbürgermeister will die Kooperation mit der Bildungsagentur nutzen, um SchülerInnen an demokratische Willenbildungsprozesse heranzuführen. Auch Jugendparlament und Stadtschülerrat sind als Gremien der Beteiligung Jugendlicher wichtige Stützen im demokratischen Erleben. Wir brauchen also beides und dem folgte der Rat. Als Bündnis 90/Die Grünen wollen wir Schulen noch stärker zu Orten von Selbstbestimmung und Teilhabe entwickeln. Darum wollen wir eine verbindliche Beteiligung, angefangen bei Planungsprozessen im Schulhausbau. Denn die NutzerInnen haben wertvolle Hinweise einzubringen, sie denken nicht am Zeichentisch, sondern im Alltag einer Schule. Zur Demokratie gehört das Aushandeln von Standpunkten und am Schluss steht ein Ergebnis, das akzeptiert wird. Diesen Prozess zu erleben, die Wirksamkeit eigenen Engagementes für eine Sache bis zur Umsetzung, ist eine wesentliche Erfahrung, die alle SchülerInnen zur Entwicklung als mündige Bürger erfahren sollen und müssen. Für unsere Demokratie.