Fitness für das Naturkundemuseum

von Katharina Krefft

Vor drei Jahren wurde seine Schließung angekündigt. Das hat wach gemacht. Was folgte, war die Ermüdung. Hier zwickt es, da ist es beschwerlich. Die Diagnose ist bereits gestellt, der Masterplan beschreibt die gefühlte Verstaubtheit treffend.

Als Ärztin in einer Rehabilitationsklinik empfehle ich nun: Ein multimodales Therapieprogramm. Das Ziel: ein rundum erneuertes Museum. Dafür muss die Standortfrage geklärt werden. In der Therapieeinheit Planung und Beratung müssen Gutachten zur Standortsicherheit des Bowlingcenters erstellt werden, die Nutzungen räumlich geordnet, Vorschläge für fehlende Räume erarbeitet werden.

Parallel geht’s ins Finanzstudio: Die Baukosten müssen passen, Finanzen geplant werden.

Das Naturkundemuseum muss das alles aber auch überleben. Als Archiv der Natur und im Bewusstsein der Leipzigerinnen und Leipziger. Die Präparate müssen restauriert werden, ihr Bestand vollständig in EDV-Dokumentation erfasst werden.

Begleitend dazu wollen wir eine Museumspädagogik nach zeitgemäßer Konzeption. Ihre Aufgabe ist es, die Faszination für unsere Umwelt zu wecken und das Bewusstsein für die Veränderung durch den Menschen zu schärfen. Um die große Aufgabe zu erfüllen, halten wir die Besetzung der stellvertretenden Direktorin, gewissermaßen als Personal Trainer, für nötig.

Wenn der Stadtrat die nötige Kostenübernahme bewilligt, ist eine Rehabilitation bis 2017 realistisch.