Kindergesundheit gewährleisten - Kita- und Vorsorgeuntersuchungen pflichtgemäß anbieten!

Pressemitteilung vom 12. März 2014:

Zum von der Stadt Leipzig vorgelegten Bericht zur Kindergesundheit meint Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen:

"Der Bericht der Verwaltung zeigt die Probleme der Stadt Leipzig, dem Geburtenanstieg wie auch dem Zuzug von Familien mit Kleinkindern hinsichtlich der Gewährleistung von Kita-Untersuchungen gerecht zu werden. Sowohl die Kita-Untersuchung der vierjährigen Kinder als auch die Einschulungsuntersuchung ist nach dem Sächsischen Kitagesetz eine Pflichtleistung der Kommunen. 2010/11 konnten diese noch an allen Kindertagesstätten in Leipzig durchgeführt werden. Seither werden nunmehr nur noch die Hälfte der Kinder erreicht. Wir sind damit  vollkommen unzufrieden, zumal im Fachausschuss mehrfach auf Verbesserungen gedrängt wurde.", resümiert Katharina Krefft die Bemühungen der letzten Jahre. "Der Personalbestand im Gesundheitsamt wurde nicht in gleicher Weise aufgebaut, wie die wachsende Zahl der Kinder es nötig macht. Immer mehr Arbeit bleibt auf nicht mehr Schultern hängen - im Gegenteil, durch den erhöhten Krankenstand wird der Druck auf das Gesundheitsamt zusätzlich erhöht.
Die Untersuchungen sind deshalb so wichtig, weil motorische und sprachliche Defizite von Kindern rechtzeitig erkannt und ihnen eine Förderung zu Teil kommen kann, ehe sie schulpflichtig werden. Aus Sicht unserer Fraktion kann durch einen Aufbau des Personalbestandes und durch Kooperationen mit Kinderkliniken oder freiberuflichen Ärztinnen und Ärzten die Untersuchung abgesichert und die Stadt ihrer Pflicht gerecht werden."

Aus diesem Grund haben wir für die Ratsversammlung am 19. März 2014 eine Anfrage an die Verwaltung eingereicht:

1. Wie hat sich sowohl bei den Kita-Untersuchungen als auch bei den Schuleingangsuntersuchungen das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Arzt/Ärztin und laut SächsKitaG zu untersuchenden Kindern seit 2006/07 entwickelt?

2. Wie wurde in den vergangenen Jahren dahingehend personell auf die wachsenden Kinderzahlen in Leipzig reagiert?

3. Wie soll in den nächsten Jahren die Durchführung der Kita-Untersuchung an allen Kindertagesstätten personell und organisatorisch im Sinne der Pflichtleistung sichergestellt werden?

4. Welche Nachhaltungen erfolgen seitens des Gesundheitsamt bei Eltern, deren Kinder nicht an den Vorsorgeuntersuchungen U2-U9 teilnehmen?